„Ich hasse meinen Körper“ – Über Selbstliebe

Hallo Freunde 🙂
Heute möchte ich mit euch über Selbstliebe sprechen.

Vor kurzem habe ich eine kleine Instagram-Auszeit genommen, nach deren Pause ich in einem Post erzählt habe, dass ich durch mein Binge Eating in drei Monaten etwa 20kg zugenommen habe. Was ich selbst persönlich recht neutral betrachte. Ich habe aufgehört mich aufgrund von Zahlen fertig zu machen. Vor allem, da sich diese Zahl auch wieder nach unten korrigieren wird (und es mittlerweile auch schon getan hat).
Was mich allerdings überrascht hat, war das unfassbare Feedback von euch! Viele haben erzählt, dass sie erleichtert sind, dass es auch bei mir nicht nur vorwärts geht. Dass ich dadurch „echt“ wirke. Das Leben ist eben nicht nur eitel Sonnenschein, sondern gefüllt von Rückschlagen, Scheitern und neuen Versuchen.
Aber da ich das Internet und auch Instagram kenne, rechnete ich mit harter Kritik an meiner Person. Vielleicht ist diese Kritik auch in Whatsapp Gruppen untereinander getauscht worden? Wer weiß das schon. – Mir selbst ist aber nur Liebe und Wärme entgegengebracht worden.

Stephie sitzend - Selbstliebe

Bis auf eine Sache. Eine Sache die sich durch mehrere Kommentare gezogen hat und die ich gerne in diesem Blogpost ansprechen möchte: Die Abneigung gegenüber des eigenen Körpers und gleichzeitig die Liebe die man für sich selbst empfinden sollte.

Selbstliebe ist ein schwieriges Thema, das viele polarisierende Meinungen mit sich bringt. Für mich persönlich ist es die Eigenschaft mich so akzeptieren zu können, wie ich bin. Mit jeder Narbe, jeder Sommersprosse, jedem Fehler, Schwäche oder „Knacks“ den man vielleicht hat. Denn diese Dinge sind die Eigenschaften, die einem zu dem Menschen machen, der man ist. Wenn man dick ist, sollte das meiner Meinung nach nicht anders sein. In meiner perfekten Welt, würde ich mir wünschen, dass man aus reiner Selbstliebe abnimmt; dem Wunsch dem eigenen Körper endlich die Lebensqualität zu geben, die er verdient. Leider ist das nicht immer der Fall. Oftmals ist der Antrieb abzunehmen, einer, der von Negativität sich selbst gegenüber getragen wird.

Man nimmt ab, weil man den eigenen Körper nicht mehr ertragen kann. Weil man es hasst „so fett“ zu sein; diese oder jene Person einen fertig gemacht hat, weil man einen BMI über der Norm hat. Oder weil man endlich dem sozialen Standard entsprechen möchte. Das hat zur Folge, dass man sich, wenn man den nun endlich abnimmt, regelrecht fertig macht, wenn man kurzzeitig wieder etwas zunimmt. Genau das habe ich vereinzelt in den Kommentaren zu meinem InstagramPost gelesen. Ich will niemanden zu nahe treten oder beleidigen, aber als ich sah, wie einige wirklich tolle Menschen verbal so gegen ihren eigenen Körper ausholten, hat mich das sehr bestürzt. Ich hatte das Bedürfnis hervor zu springen und „hör‘ damit auf!“ zu schreiben – und habe es doch nicht getan. Stattdessen verfasse ich gerade diesen Blogpost um meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen.

Du bist fantastisch!

Solltest du gerade abnehmen und deinen Körper hassen; bitte versuch das zu überdenken. Schau dich doch nur einmal im Spiegel an! Du bist ein toller Mensch, mit einem einzigartigen Charakter. Einem Herzen das unablässig für dich schlägt, einer Lunge die dich bei jedem Atemzug unterstützt, Muskeln und Knochen die dich tragen und einem Hirn, das das ganze koordiniert. Ist das nicht ein unfassbares Wunder? Was im Universum musste passieren, dass du existierst? Dich gibt es so kein zweites Mal. Du bist fantastisch, wundervoll und so verdammt selten. Wie kann man das nur nicht mögen? Du, der du das gerade liest; ich bitte dich inständig: Liebe dich selbst. Dann kannst du von innen heraus versuchen deinem Körper zu helfen, so gesund wie möglich zu sein. Und sei es durch die Senkung deines Körperfettanteils.

Alles Liebe,
Stephie

2 Replies to “„Ich hasse meinen Körper“ – Über Selbstliebe”

  1. „In meiner perfekten Welt, würde ich mir wünschen, dass man aus reiner Selbstliebe abnimmt; dem Wunsch dem eigenen Körper endlich die Lebensqualität zu geben, die er verdient“

    Hallo du! Ich beobachte deine Schritte auf Instagram schon eine Weile – man fiebert ein bisschen mit und wünscht sich ein Happy end für dich, wie man es für sich selbst auch wünscht : glücklich und zufrieden sein, im eigenen gesunden Körper, bei sportlichen Aktivitäten und dem was man isst. Lebensqualität.
    Das wünsche ich dir als anonyme aussenstehende Beobachterin immernoch.

    Das zitierte Kommentar von dir ging mir unter die Haut! Denn es ist auf den Punkt gebracht die Ansicht, die man haben sollte und die man wahrscheinlich auch braucht!
    Und dafür wollte ich dir danken, für das zurechtrücken des Fokuses. Danke!

    1. Ich danke *dir* für deine lieben Worte.

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